01.11. Konkord Labelnight @ Postgarage/Graz

KONKORD LABELNIGHT @ POSTGARAGE /GRAZ
01.11.2014, Start: 21.00h

Live:
The Base
Mopedrock!!
Stimmgewitter Augustin

Support: Konkord DJ Team

Tickets: AK €12.-/VVK €10.- (Spark7)

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www.konkord.org
www.postgarage.at

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THE BASE
www.the-base.at

The Base entdecken auf ihrem neuen Album “Secret Second Thoughts” neue Stärken in Gegensätzen. Ein spielerischer Beleg für den musikalischen Ausnahmestatus der Band.
Im Nachhinein sieht man immer klarer. Blödsinn – nach dem ersten Durchlauf von “Secret Second Thoughts” sieht man erst mal gar nichts mehr. Was war das da gerade? Twang´n´Roll? Songwriter-Rock? Stoner Pop? The Base, größte kleine Band der österreichischen Musikszene, entweichen auf ihrem zehnten Album endgültig den Konventionen. Der Widerspruch wird zelebriert: grandios, fokussiert und entrückt. Norbert Wally (g, v), Albrecht Klinger (b, v) und Karlheinz Milklin jr (d) legen furios los, betrunken schaukelt der Beat, vergessen schunkelt die Gitarre, dazu die große Konstante im Sound von The Base: die raubeinige Romantik in der Stimme. Die immer gerne in düstere Sphären entführt und doch voller Wärme ist.
The Base sind wie ein Kumpel, den man schon ewig zu kennen glaubt, obwohl man ihn gerade erst am Tresen kennen gelernt hat. Es ist der Typ, der immer ein wenig verschlagen grinst – weil er die besten Geschichten zu erzählen hat. “Slomo Mother´s Son” und die Single “Scooterboy” sind Songs zwischen den Welten von Rock und Blues, Verzweiflung und Euphorie, Kammerpop und Gesten für die ganz große Bühne. Spannend wird es, wenn The Base plötzlich das Tempo rausnehmen und ruhige, akustische Klänge von unverschämter Schönheit erschaffen. “Kiss Me Goodnight”, “We Can´t Leave” und “You Turn Me On” sind Lovesongs aus einer anderen, geheimnisvolleren Welt. Einer, in der Melodien von Nick Cave umherschwirren, himmlische Refrains von R.E.M. und die ganz eigene, hoffnungsvolle Melancholie.
Im Nachhinein ist vieles unklar. Das ist vielleicht das größte Kompliment, das man einer Band heute machen kann.

www.konkord.org/konkord070

MOPEDROCK!!
www.mopedrock.com

Pfiffiger Garagenpunk und die Jagd nach dem Noise in der Melodie.

Roooooar! – grölten einst schwer die aufgemotzten Maschinen der “Easy Rider”-Leibgarde. Dem setzen jetzt Mopedrock!! charmant und laut ihr Shooobidooobidooo! entgegen und knattern damit gleich auf der Überholspur los. Und statt auf schwere Bikerstiefel und Fransen setzen sie auf La France und lässige Sonnenbrillen. Kein Wunder, dass sie 2011 mit ihrem grandiosen Debutalbum “VASISTAS”(KONKORD 057) eine furiose bombe surprise zündeten: Rau und schlau zugleich knallten uns die Chansons wie übermütige Straßenjungs um die Ohren. Endlich wieder high energy Rock’n’Roll zum Mitpfeifen – Plastic Bertrand schickt Tulpen. Geht’s noch schärfer? OUI!!! Die Wiener Chansonpunkfanatiker schweißen auf ihrem neuen Album Virage (KONKORD 078) einfach einen fetten V8-Motor aufs petite Moped, kleben Silvesterraketen drauf und geben mit dem Hinterreifen Gummi, bis er sich rotzfrech durchs Tanzsaalparkett durchgräbt (Tipp des Hauses: Ca me fait voler).
Jakob Ortis, Marlies Schläger, Nicoletta Hernández und Andreas Leikauf haben fürs neue Album in die Hände gespuckt und noch ein paar Schrauben fester angezogen: Avec Lässigkeit und Lockerheit schütteln sie 13 charmant funkelnde Songperlen aus dem Ärmel – inklusive schönschrägen Gitarren, die wie bei L’arrache-bras mal wild, mal groovy – Faut que tu viennes – um die Ecke schrabbeln. Trompete bei Place de l’Étoile and more und Backgroundchöre fetten den Sound kräftig ein. Damit bleibt er geschmeidig und flott. Wie das klingt? Fantastique, denn dieses Moped fährt mit einem exzellenten Mix aus staubtrockenem Champagner und hochprozentigem Pastis und fetzt Ohrwürmer wie Mme Beauvoir und Sous la scène mit einem leichten Schwips auf die Platte – und in die Discos. Bon!
Okay, bei Waterloo haben’s die Franzosen wirklich kräftig vergeigt. Mopedrock! stellt es aber jetzt wieder klar: Vive la France sauvage! Merci, Mopedrock

www.konkord.org/konkord078

STIMMGEWITTER AUGUSTIN
www.stimmgewitter.org

„GEH IN OASCH“/“HALT DICH AN DEINER LIEBE FEST“ (7“) mit BO CANDY & HIS BROKEN HEARTS soon on KONKORD.

Höchste Zeit. Allerhöchste Zeit! Wofür? Für einen gerechten Weltfrieden und globale Umverteilung? Das auch.

Hier soll allerdings die Rede sein vom STIMMGEWITTER AUGUSTIN, diesem im Jahr 2000 im Umfeld der Wiener Boulevardzeitung Augustin entstandenen, sehr speziellen und stimmgewaltigen Chor. Es gilt nämlich freudig erregt das überfällige Ende der stimmgewitterschen Tonträgerproduktions-Enthaltsamkeit zu verkünden. Und anders als „Tonträgerproduktionsenthaltsamkeit“ klingt die neue Vinyl-Single des STIMMGEWITTER AUGUSTIN einfach sehr super.

Wir hören zwei Lieder, STIMMGEWITTER-Interpretationen von Georg Danzers „Geh in Oasch“ und das von Ton Steine Scherben bekannte „Halt dich an deiner Liebe fest“. Diese an sich schon wunderbaren Stücke gehen, von der Band BO CANDY & HIS BROKEN HEARTS mit dem STIMMGEWITTER im Sinn arrangiert und eingespielt, leicht, aber mit Nachdruck in Ohren und Herzen. Von Ernstl, Heidi, Hömal, Johann, Mario, Martin, Oskar und Riki mit der für das STIMMGEWITTER so charakteristischen Inbrunst gesungen, bauen sich dort ein als launige, selbstbewußt andersartige, garantiert esoterikfreie Energiespender und Alltags-Mantras in unserer zunehmend aus dem Ruder laufenden Dauerkrisenwelt. Souverän balancieren die beiden Seiten dieser Singe – umdrehen müßen Sie sie schon! – die Liebe und den Haß als unverstellte Emotionen, (k)ein Schelm wer dabei an ein mögliches Konzept denkt …

BO CANDY-Sänger/Musiker/Hauptsongwriter Thomas Pronai, in dessen Analog-Studio im burgenländischen Oslip die Single entstanden ist, war schon beim letzten STIMMGEWITTER AUGUSTIN Album, „Übers Meer“ mit an Bord. Solo bereitete er das Titellied – aus der Feder von Rio Reiser, einer Konstante in den Programmen des STIMMGEWITTER – als krönenden Abschluß der 2012 erschienen Songsammlung auf. Mit dem gleichen musikalischen Verständnis und Gefühl, wie er jetzt mit Band Danzer und Ton Steine Scherben für den 8-köpfigen Chor „übersetzt“ hat. Dabei kamen die Sänger_innen laut Pronai „top vorbereitet“ ins Studio, um die zweite Single ihrer Karriere – eine Picture-7“ gemeinsam mit Seven Sioux erschien 2008 – einzusingen.

6 Jahre Chorgeschichte nach der ersten „kleinen“ Schallplatte, bei der es ums Punkige und Heftige ging, vollzieht sich mit „Geh in Oasch“/„Halt Dich an Deiner Liebe fest“ unter anderem eine Hinwendung zum Melodiösen – sowieso, STIMMGEWITTER style – und zu getragenen Tempi, die aber nicht weniger entschlossen helfen den Befindlichkeits-Puls zu beschleunigen. Thomas Pronai stellt in der Reflexion der Studioarbeit ein spezielles Talent der singenden Augustiner_innen fürs „Wienerische“ fest, das beim Danzer-Lied voll zum Tragen kommt und der künstlerische Chor-Spielertrainer Mario Lang erzählt von seiner Wandlung vom „Blues-Hasser“ zum geläuterten Genießer von Blues, Country und – um Himmels willen! – „Balladen“ …

Die neue Single ist außerdem ein würdiges erstes Tondokument mit der „neuen“ Stimme Johann Murg, der nach „jahrelanger Bildungskarenz“ das STIMMGEWITTER AUGUSTIN nach dem Ableben von Hans Kratky aka Käptn Bumba wieder achtköpfig macht. Mit Konkord, dem höflichen Label aus Wien gibt’s zudem einen neuen kongenialen Partner, um diese Single, nicht zuletzt im Sinne einer neuen künstlerischen Mobilität des STIMMGEWITTER AUGUSTIN – die Langstrecken-Meisterschaft (Alben) ist längst errungen, jetzt geht es um die Freuden der Kurzstrecke – an die Menschen zu bringen.

Und nicht zuletzt ist sie ein echter Hit, der keine Charts braucht, diese Single –
als Soundtrack für den Weg zum gerechten Weltfrieden und globaler Umverteilung!